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HOTELS  > Routen > Die schluchten von Lumbier und Arbaiun
DIE SCHLUCHTEN VON LUMBIER UND ARBAIUN
In der Schlucht von Lumbier, genau wie in der Schlucht von Arbaiun, spürt man die eigene Ohnmacht angesicht der Kräfte der Natur.
Beeindruckt betrachtet man diese Macht des Wassers und der Erosiion, die im Laufe mehrerer Millionen Jahre tiefe Einschnitte in die Berge spülen konnten, unzugängliche Landschaften mit vertikalen Felswänden, tiefen Flussbetten, Felsen voller Risse und Höhlen, die zahlreichen Tieren, insbesondere Vögeln Zuflucht bieten.
Hier findet man vor allem Gänsegeier, Bartgeier, Falken und Milane. So verwundert es nicht, dass die Schlucht von Arbaiun zum Vogelschutzgebiet erklärt wurde.
Wir verlassen Pamplona in Richtung Zaragoza-Madrid und fahren dann auf der N-240 Richtung Jaca-Huesca. Hinter dem Loiti-Pass biegen wir links auf die N150 ab, über die wir nach drei Kilometern den Abzweig zur Schlucht vom Lumbier erreichen.
Hier erwarten uns ein ein Kilometer langer Hohlweg, 40 Hektar Naturschutzgebiet und ein 130 Meter hoher Einschnitt, den das Wasser in den harten Kalkfels gefressen hat. Dieser, an seinen beiden Enden eher enge Felseinschnitt weitet sich zur Mitte hin aus. Vorbei an diesem unzugänglichen Ort, der nur von den mutigen Flößern bezwungen wurde, führte bis in die 50er Jahre die Eisenbahnlinie “El Irati”, für die zwei Tunnel angelegt wurden. Heute bildet diese ehemalige Bahnstrecke den Fußweg durch die Schlucht. Von diesem Weg aus sieht man die Überreste einer Brücke aus dem 16.Jahrhundert, die der Legende zufolge vom Teufel errichtet wurde.
Um Arbaiun zu besuchen, folgen wir der Straße von Lumbier (N178) bis Domeño, wo wir dann nach Usún abbiegen. An der Brücke von Usún beginnt ein schmaler, 3 Kilometer langer Fußweg durch den Fels, der einst Wasserkanal bis Lumbier war.

Arbaiun ist ein 1.164 Hektar großes Naturschutzgebiet. Der Salazar fließt hier 6 schwindelerregende Kilometer durch eine 385 Meter tiefe und durchschnittlich 550 Meter breite Schlucht mit einer eigenwilligen Struktur. Während der obere Teil der Schlucht aus völlig vertikalen Wänden aus hartem Kalkgestein besteht, ist sie im unteren Teil nicht mehr ganz so wild und in dem weniger widerstandsfähigen und dauerhaften Kalk-Sand-Gestein der Felsen zeichnen sich die Formen der Erosion ab.
Hier trifft man auf eine große vegetative Vielfalt, geprägt vor allem von Eichen, Steineichen, Buchen, Stecheichen, Bergeichen und Buchsbäumen.


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